© Fotonachweise (v. l.): Bild 1: Noah Chorny, Foto Marcel Verheggen, Bild 2: Beate Marks-Hanßen, Bild 3 und 4: Torsten Weiler, Bild 5: Beate Marks-Hanßen
Termine HAUS DER SEIDENKULTUR
Ausstellungszeitraum:
3. Mai 2026 bis 14. Juni 2026
Die Ausstellung „Von Höhen und Tiefen“ im Haus der Seidenkultur ist leider bereits beendet!
Foto- und Video-Eindrücke von der Ausstellung gibt es aber ⇒hier online .
reguläre Öffnungszeiten:
Mi. – Fr. 15:00 – 18:00 Uhr
sowie So. 13:00 – 17:00 Uhr
Tageskarte:
ohne Führung: 5 €, ermäßigt 4 €
(für die Ausstellung wird kein zusätzlicher Eintritt erhoben)
Termine KLÄRWERK
Ausstellungszeitraum:
15. Mai 2026 bis 28. Juni 2026
Die Ausstellung „Von Höhen und Tiefen“ im historischen Klärwerk ist leider bereits beendet!
Einen Videorückblick von der Ausstellung gibt es ⇒hier online .
Fotos, Videosequenzen und Erläuterungen von der Ausstellung sind ebenfalls ⇒ hier online .
reguläre Öffnungszeiten:
Sa. + So., 11.00 bis 16.00 Uhr
© Fotonachweis: Noah Chorny, Fotograf: Marcel Verheggen
Stangenakrobat Noah Chorny präsentiert „A-Klo-batik“
Dass aus den einfachsten Sachen Wunderbares entstehen kann, kennen wir aus den Stummfilmen. Unser bescheidener Held will ein menschliches Bedürfnis stillen, findet jedoch nur eine Toilette in schwindelnder Höhe. Damit beginnt für ihn ein Abenteuer der akrobatischen Art. Mit Kraft und Köpfchen meistert er durch artistische Hochleistung jedes schier unüberwindbare Hindernis. Mit verblüffender Leichtigkeit schraubt er sich der Schwerkraft trotzend die Stange hinauf und turnt auf der hochragenden Toilette mit wundervoller Selbstverständlichkeit herum. Alles nur, um seinem Ziel, das jeder nachvollziehen kann, ein Stück näher zu kommen. Diese Show ist so geschmackvoll komisch, dass selbst eine Gruppe Nonnen bis zum Schluss zugeschaut und mitgejubelt hat!
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© Fotonachweis: Nils Mosh, Fotografin: Sofia Brandes
Klangkünstler Nils Mosh bei Soundaufnahmen
Wie klingt eigentlich Krefeld heute?
Zusammen mit dem Field Recordist Nils Mosh, der in der Ausstellung „Von Höhen und Tiefen“ akustisch die historische Industriekultur Krefelds aufleben lässt, hören wir genau hin, wie unsere Umgebung klingt.
Mit Rekordern und Mikrofonen ausgestattet werden wir uns im öffentlichen Raum bewegen und die Stadt mit den Ohren erkunden. Neben dem Hörbaren werden wir auch das Unhörbare belauschen. Leise Sounds, Körperschall und Ultrafrequente-Signale können wir mit Spezial- Mikrofonen hörbar machen.
Im Anschluss werden wir ausgewählte Geräusche bearbeiten und transformieren, z. B. in Musik, Sound Effekte oder als Dokumentation der Gegenwart.
Bei einer gemeinsamen Präsentation können wir das Aufgenommene mit Publikum im Anschluss reflektieren. Die Einleitung bildet ein Vortrag von Nils Mosh zu seiner Soundforschungs-Arbeit im Vorfeld der Ausstellung „Von Höhen und Tiefen“.
Daten:
Teilnehmerinnen und Teilnehmer: 5-20 Personen
Ort: Krefeld (HdS und Klärwerk)
Dauer: ca. 2 Stunden Aufnahmen + 2 Stunden Bearbeiten, anschließend ca. 1 Stunde Präsentation
Mitzubringen: nach Möglichkeit Kopfhörer, wer hat kann Aufnahmegeräte oder Mikrofone mitbringen und einen Laptop mit Musikbearbeitungs-Software, es sind aber auch Leihgeräte vorhanden
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© Torsten Weiler, Beate Marks-Hanßen
Lesung mit modischer Intervention
Wer im 19. Jahrhundert durch Krefelds Gassen spazierte, hörte hinter jedem Fenster das unverwechselbare Rattern der Handwebstühle. Tausende von Krefelder Seidenwebern haben mit ihrem Handwerk die Stadt groß gemacht – sie war eine der reichsten und stolzesten Städte des Landes.
Und doch waren für die Seidenweber bescheidener Wohlstand und Absturz in bittere Armut oft nur einen Wimpernschlag entfernt.
„Von Höhen und Tiefen“ ist die Geschichte vieler Familien in der Samt- und Seidenstadt.
Torsten Weiler erzählt in seinem Roman „Der Seidenweber“ von Gustav Puller, der diese Geschichte hautnah erlebt. Der Bäckersohn erlebt den Alltag der Weber und ihre vergeblichen Revolten gegen die mächtigen Seidenbarone, und gleichzeitig ist er fasziniert von der Seide, diesem magischen Stoff, dem er sein Leben widmen will.
Auch Beate Marks-Hanßen hat sich mit Haut und Haar den Stoffen verschrieben: Sie lässt historische Mode wiederauferstehen, macht sie fühlbar und anschaulich. Basierend auf genauen Recherchen, vermittelt sie im Atelier „Purpurvilla“ das textile Lebensgefühl vergangener Zeiten.
Die Idee dieses ungewöhnlichen Abends: Weiler liest aus dem „Seidenweber“ und schildert die mal abenteuerlichen, mal rührenden Erlebnisse des Krefelder Seidenwebers Gustav vor fast 200 Jahren. Marks-Hanßen zeigt uns gleichzeitig in lebendigen Kostümen, wie die Frauen der damaligen Zeit gekleidet waren: Was trug eine Seidenweberin, was eine feine Dame der Krefelder Gesellschaft? Welche Stoffe, Schnitte und Accessoires waren angesagt, was ist eine Krinoline und wofür brauchte man damals ein Korsett?
Hören, sehen und fühlen – der Abend verspricht einen kurzweiligen und interessanten Ausflug in eine Zeit, die fast vergessen und doch absolut spannend ist.
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Das historische Klärwerk, einer der markanten Jugendstilbauten in Krefeld
Krefeld in der Belle Époque Vortrag von Christoph Becker
In der Belle Époque erlebte Krefeld eine Phase besonderen Aufbruchs: Kunst, Kultur und das Seidenhandwerk standen im Zeichen des Jugendstils, zugleich verstand sich die Stadt wirtschaftlich als boomendes Zentrum am Niederrhein. Um 1900 entstanden in Krefeld prägende Infrastrukturbauten und öffentliche Einrichtungen – der neue Rheinhafen, die moderne Feuerwache, das Klärwerk, das Stadtbad und viele weitere markante Bauwerke. Christoph Becker vom Historischen Klärwerk ordnet diese Hochphase der Industrialisierung anhand der Baukultur und Infrastruktur der Samt- und Seidenstadt ein – und spannt dabei den Bogen bis zum heutigen Zustand der Stadt.
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© Fotonachweis: Murnau-Stiftung
Gerhart Hauptmanns „Die Weber“ als Verfilmung von 1927
Präsentiert wird eine restaurierte Version einer Inszenierung des Dramas von Gerhart Hauptmann unter der Regie von Friedrich Zelnik. Der 96-minütige Film thematisiert den Aufstand schlesicher Weber, die durch die Mechanisierung der Webstühle und Hungerlöhne in den Ruin getrieben werden. Die Uraufführung des Filmes fand vor 99 Jahren in Berlin statt.
Als Einstimmung auf die Thematik erfolgt ein gemeinsamer Gang durch den noch original erhaltenen Jacquard-Websaal im Haus der Seidenkultur, zur Filmvorführung geht es anschließend in die „Alte Stickerei“, ebenfalls im Haus der Seidenkultur.
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© Fotonachweis: Haus der Seidenkultur
Vortrag von Dr. Ulrike Denter über die Entwicklung der Krefelder Seidenfärberei
Mit dem Zustrom mennonitischer Glaubensflüchtlinge ab Mitte des 17. Jahrhunderts entwickelte sich in Krefeld das einst blühende Seidengewerbe. Nachdem im Jahre 1724 die Brüder von der Leyen eine erste Seidenfärberei gegründet hatten, folgten nach und nach zahlreiche weitere Betriebe. Färbereibesitzer siedelten ihre Unternehmen bevorzugt im Osten der Stadt an und konnten so das belastete Abwasser direkt aus den Fabriken in die Niederungen laufen lassen. Oft breiteten sich die anfallenden Wassermassen unkontrolliert in dem dünn besiedelten Bruchgelände aus. Mit zunehmender Industrialisierung kam es zu unübersehbaren Schäden in der Umwelt. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Abwässer auf Druck der Bevölkerung über einen zentralen Abwasserkanal nach Uerdingen in den Rhein abgeleitet. Dieser Vortrag von Frau Dr. Ulrike Denter beleuchtet eindrucksvoll, wie wirtschaftlicher Aufschwung, unternehmerische Initiative und die ökologischen Folgen der Industrialisierung die Entwicklung Krefelds nachhaltig prägten.
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© Fotonachweis: HdS/Von Höhen und Tiefen
Finissage im Haus der Seidenkultur mit Live-Performance und Prämierung
Im Mittelpunkt steht das akustische Material, das im Workshop im Rahmen der Krefelder Kulturtüte entstanden ist. Unter der Leitung von Nils Mosh entwickelt sich daraus eine Live-Performance: Ein kurzes Musikstück entsteht direkt vor Ort, indem aufgezeichnete Geräusche über einen Sampler bearbeitet, verfremdet und neu zusammengesetzt werden. Der kreative Arbeitsprozess und die Entstehung des Klangs werden dabei unmittelbar erfahrbar.
Ein weiterer Höhepunkt ist die Auswertung des Geschicklichkeitsspiels am Kunstobjekt „Über Höhen und Tiefen“. Die Ergebnisse werden bekanntgegeben und die Gewinnerinnen und Gewinner anschließend feierlich ausgezeichnet.
So entsteht ein offener, intensiver und überraschender Ausklang der Ausstellung „Von Höhen und Tiefen“, in dem Klang, Bewegung und Interaktion auf besondere Weise zusammenfinden.
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zurückliegende Termine
VERNISSAGE im Haus der Seidenkultur:
Sonntag, 03. Mai 2026 um 11:00 Uhr
FINISSAGE im Haus der Seidenkultur:
Sonntag, 14. Juni 2026 um 11:00 Uhr
Zur Finissage der Ausstellung „Von Höhen und Tiefen“
im HdS erwartet die Besucherinnen und Besucher ein lebendiger Abschluss zwischen Klangkunst, Interaktion und Kinetik.
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VERNISSAGE im Klärwerk:
Freitag, 15. Mai 2026 um 18:00 Uhr
Begrüßung: 19:00 Uhr
ab 19.30 Uhr präsentiert Stangenakrobat
Noah Chorny seine wunderbare Show „A-Klo-batik“
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FINISSAGE im Klärwerk:
Sonntag, 28. Juni 2026
12:00 bis 21:00 Uhr
RAHMENPROGRAMM:
Donnerstag, 7. Mai 2026 im Haus der Seidenkultur
Workshop: 16:00 bis 20:00 Uhr
Präsentation: 20:00 Uhr
Geräusch-Workshop
Wie klingt Krefeld? Zusammen mit Field Recordist Nils Mosh hören wir genau hin, wie unsere Umgebung klingt.
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Dienstag, 12. Mai 2026 im Haus der Seidenkultur
Beginn: 19:00 Uhr
Vortrag von Christoph Becker
Krefeld in der Belle Époque – Industrialisierung, Jugendstil und städtischer Aufbruch
weitere Infos
Donnerstag, 21. Mai 2026 im Klärwerk
Beginn: 19:00 Uhr
Vortrag von Dr. Ulrike Denter
Entwicklung der Krefelder Seidenfärberei im Kontext von Wasserwirtschaft und Umweltbelastungen weitere Infos
Samstag, 6. Juni 2026 im Klärwerk
Beginn: 18:00 Uhr
Torsten Weiler und Beate Marks-Hanßen
Lesung mit modischer Intervention weitere Infos
Mittwoch, 10. Juni 2026 im Haus der Seidenkultur
Beginn: 19:00 Uhr
Filmabend im HdS, Alte Stickerei
Die Weber (D 1927, nach Gerhart Hauptmann, Regie Friedrich Zelnik)
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